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Es fing alles völlig harmlos an. Gegen Ende meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt war ich auf der Suche nach Seminarplätzen. Nun war das im auslaufenden Diplom-Studiengang nicht so einfach und so musste man nehmen, was kommt.

Und so stand ich dann im Oktober 2008 in Bockenheim vor dem alten Hörsaalgebäude, mich geistig auf eine Eingangsklausur eines Seminars „Mobilkommunikation und Identitätsmanagement in Communitys“ der T-Mobile Stiftungsprofessur für Mobile  Business vorbereitend.
„Was machst Du eigentlich hier…was hattest Du denn mit Mobilfunk oder Communitys am Hut in Deinem Studium“ lamentierte ich da so in mich hinein. Dann kam die Klausur, wenige Tage später das Ergebnis – ich hatte einen Seminarplatz und ein Thema (über dass ich aufgrund eines Sperrvermerkes von T-Mobile leider nicht öffentlich sprechen darf *g*).

Was hab ich in dem kurzen Seminar gelernt?
Es tut sich was…es verändert sich was. Das was ich bisher im Bereich Marketing gelernt habe, muss so für die Zukunft nicht mehr gelten. Soziale Netzwerke, Mundpropaganda…das Schreckgespenst vieler Chefs.

Ein halbes Jahr später stand ich dann vor dem Problem, mir ein Thema für eine Diplomarbeit auszudenken…garnicht so einfach, wenn man im Studium weite Strecken nur lernt, auf von andern gestellte Probleme Antworten zu finden.

Ich hatte die Qual der Wahl. Da mich der gesamte „grüne“ Bereich aufgrund meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit immer noch stark interessierte, wollte ich mir zunächst das Thema „Going Green“ im Bereich Handel und Corporate Gouvernance anschauen. Twitter hatte ich zwar von gehört…aber die Startseite damals erschloß sich mir nicht auf den ersten Blick, was mich das kleine zwitschernde Netzwerk erstmal in die Kategorie „Jo, nette Spielerei…nur wofür braucht man das?“ packen ließ.

Dennoch…Twitter schloß sich an das Seminar-Thema irgendwie an. Sollte das der Weg sein?
Irgendwann stolperte ich dann über Clive Thompson und seinen Artikel in der New York Times. Mein Thema war geboren:
„Marketing mit 140 Zeichen – der Einsatz von Micro-Blogging im Marketing am Beispiel von ‚twitter'“

Dieses Blog entstand während der Bearbeitungszeit…als kleiner Notizzettel für mich, als Anregung für andere und als Einblick in eine doch recht paradoxe Welt, die sich so garnicht in harte Zahlen fassen lässt.

Anekdote am Rande:
Dass sich da in Unternehmen noch viel ändern muss bewies mir eine beiläufige Unterhaltung während eines Vorstellungsgesprächs. Mein Gegenüber meinte damals zum Thema meiner Diplomarbeit „interessant, wir versuchen auch uns in neuen Medien zu engagieren – darf ich die denn mal lesen?“

Einige Tage später hielt ich inne. Was sagte Herr K. da? „Neue Medien“?
Twitter ein neues Medium? Wo bleibt da das „soziale“…Twitter ist eben nicht nur ein Medium nach dem Motto „Meldung erzeugen, raushauen, neue Meldung erzeugen, raushauen…“ –  das ist weder sozial, noch Kommunikation…jedenfalls nach meiner Definition🙂

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