Jeff Howe erklärt Crowd Sourcing

7 11 2009

Jeff Howe gilt seit seinem Artikel 2006 als der Erfinder des Begriffes „Crowd Sourcing“ und erklärt sehr anschaulich und in kurzen 3 Minuten 21 Sekunden, was die Erfindung der Digitalkamera damit zu tun hat:





The Buzz

31 10 2009

Würde man Twitter hörbar machen können, würde man alle Tweets, gerade so, wie sie entstehen in gesprochener Sprache wahrnehmen können…man würde wohl nur ein einziges wirres Rauschen vernehmen.

„The Buzz“ wäre dann das, was aus dem Rauschen heraustritt, was lauter hörbar ist, als der Rest…was Twitter und seine Nutzer gerade am meisten beschäftigt.

ScreenShot001Eine schöne Darstellung der Marken, die die meiste Aufmerksamkeit, gemessen an der Zahl ihrer Erwähnung in Tweets, erzeugen liefert
http://www.tweetedbrands.com/

Ein Klick auf die Anzahl Tweets öffnet dann die Suchfunktion von Twitter mit der entsprechenden Marke als Suchbegriff.





Neues Feature: Twitter Listen…und ich darf testen *froi*

29 10 2009

Twitter bat mich zwar, nicht darüber zu twittern….aber von bloggen war nicht die Rede.

ScreenShot002Ich gehöre zum erlauchten Kreis der kleinen Gruppe, die das neue Listen-Feature von Twitter testen darf. Neue Listen kann man ganz einfach erstellen (darf nur nicht das Wort „twitter“ drin vorkommen…warum eigentlich nicht?).

Man kann sich entschliessen, ob die Liste privat oder öffentlich sein soll. Anscheinend können also andere Nutzer dann auf meine Liste zugreifen und sie mit einem einfach Mausklick abonnieren ohne sich selbst durch den Dschungel der Möglichkeiten zu wühlen.

ScreenShot001Wenn man dann seine ursprüngliche alte Liste aller gefollowten Accounts durchgeht, kann man ganz bequem die entsprechenden Accounts zu den erstellten Listen hinzufügen. Gerne auch zu mehreren Listen.

ScreenShot003Ist man dann fertig mit dem Aufräumen erscheint neben den bekannten Zahlen Follower und Following eine neue „listed“.

Insgesamt also ein sehr sinnvolles Feature, dass vieles erleichtert und vieles ermöglicht. Irgend ein pfiffiger Programmierer wird sicher auf die Idee kommen, die öffentlichen Listen nach deren Biografie-Daten zu durchforsten, woraus man dann ein Profil der Interessen des Listeninhabers erstellen könnte…





Das Problem des ROI auf soziale Medien

27 10 2009




What the f**k is social media

27 10 2009

Das Original:

…ein Jahr später:





Twitter und Awareness

25 10 2009

Twitter ist eine sinnlose Spielerei. Wen interessiert es, wann sich Karla Kleinschmidt eine Pizza macht, was drauf ist, und ob sie nachher die Küche aufräumt oder nicht?

…hm…dachte ich auch am Anfang, bis ich auf das hier stieß:

Grafik New York Times

Grafik New York Times

Thompson, Clive:
Brave New World of Digital Intimacy
New York Times, 05.09.2008 [HTML]

Der zentrale Satz:
„(…)Social scientists have a name for this sort of incessant online contact. They call it “ambient awareness.” It is, they say, very much like being physically near someone and picking up on his mood through the little things he does — body language, sighs, stray comments — out of the corner of your eye (…)“

Der einzelne Tweet für sich genommen mag an Banalität nicht zu überbieten sein. In der Summe können diese Tweets dann aber ein erstaunlich detailiertes Bild der Person erzeugen.

Grafik Mashable

Grafik Mashable

Eine unsägliche „Studie“ einer amerikanischen Marktforschungsfirma [PDF] hat es sogar bis in die englische Wikipedia geschafft. Man muss die „Studie“ allerdings von hinten nach vorne lesen. Im hinteren Teil wird ein Tool angepriesen, das hilft, das vermeintlich belanglose Gezwitscher aus Twitter herauszufiltern. Weiter vorne wird dann die Begründung geliefert, warum man das Tool braucht: über 40% der Tweets seien belangloses Geschwätz.

Zum Thema selbst erinnere ich an die Art, wie wir SMS verwenden und verweise auf Veröffentlichungen von Mitzuko Ito. Auch eine SMS ist oft die reine banale Darstellung dessen, was deren Absender gerade tut, erzeugt aber beim Empfänger auch ein Bild des Senders.

In dem Zusammenhang auch interessant: die Theorie der sozialen Präsenz von Short, Williams und Christie [engl. Wikipedia HTML].

Banales Gezwitscher gibt es demnach also nicht. Beispiele in der Unternehmenswelt auf Twitter sind vielfältig.

Martha Stewart z.B. twittert zu 75% diese Banalitäten, gehört zu den „Unternehmen“ mit den meisten Followern auf Twitter und verkauft sich offenkundig dumm und dusslig damit. Jamie Oliver tut es ihr gleich. Beide verkaufen unter ihrem Namen etliche Artikel im Rahmen einer Dachmarkenstrategie….Zufall?

SouthwestAir…ähnlich. Kann man einer Fluggesellschaft mit über 800.000 Followern vorwerfen, sie verbreite sinnloses Geschwätz? Wenn es noch die einzige Fluggesellschaft wäre vielleicht…aber JetBlueAirways macht es ähnlich.

Apropos Fluggesellschaft und Twitter-Einsatz in Unternehmen in Deutschland: die deutsche Lufthansa im Gegensatz zu den beiden zuvor genannten amerikanischen Gesellschaften twittert absolut keine Banalitäten. Nur Hinweise auf günstige Flüge…aber auch keine 10.000 Follower, die das interessiert.





Twitter und WOM

25 10 2009

Wieviel WOM gibts auf Twitter? Positive WOM oder negative WOM? Antworten liefert diese Studie

ScreenShot001Jansen, Bernard; Zhang, Mimi, Sobel, Kate; Chowdury, Abdur:
Twitter Power: Tweets as Electronic Word of Mouth
Journal of the American Society for Information Science and Technology 60 (2009) 11, S.2169-2188
[PDF]

Jansen et al. untersuchen für eine bunte Mischung aus 50 Marken (H&M, Toyota, Dell, Sony, Google, Adidas…) annähernd 150.000 Tweets und ordnen diese nach der Einstellung, die der Verfasser in seinem Tweet zur Marke verrät in Kategorien ein.

Ihre Ergebnisse sollten nachdenklich machen: Viele Nutzer von Twitter geben garkeine Einstellung preis, sondern suchen nach Informationen über die Marken. Diejenigen, die Einstellungen zur Marke tweeten sind überwiegend positiv gestimmt. Und das praktische: sowohl die manuelle als auch die automatische Sortierung der Tweets lieferte die gleichen Ergebnisse.

Ganz nebenbei erfährt man noch etwas über durchschnittliche Wortanzahl und Zeichenanzahl der untersuchten Tweets (vorwiegend wohl englischsprachig, so dass die Übertragbarkeit auf andere Sprachräume fraglich bleibt).